
Wie wir arbeiten
Unser Konzept
Teiloffene Pädagogik, eine behutsame Eingewöhnung nach dem Berliner Modell und alltagsintegrierte Sprachförderung: Erfahren Sie, wie wir Kinder von einem Jahr bis zum Schuleintritt begleiten und was uns als Kita ausmacht.
Pädagogik & teiloffenes Konzept
Die Kita Sonnenblume betreut Kinder in drei Gruppen: einer Krippengruppe für die Kleinsten und zwei Elementargruppen für die größeren Kinder. Wir arbeiten teiloffen — feste Stammgruppen am Morgen geben Halt und Orientierung, am Nachmittag stehen offene Funktionsräume wie Atelier, Bauraum und Bücherei allen Kindern offen.
Die Eingewöhnung
Der Start in der Kita ist ein großer Schritt — für Ihr Kind und für Sie. Damit er gelingt, gestalten wir die Eingewöhnung behutsam nach dem bewährten Berliner Modell. In den ersten Tagen begleitet ein Elternteil das Kind in der Gruppe und ist immer in der Nähe.
Nach und nach folgen kurze Trennungsphasen, die wir langsam verlängern — immer im Tempo Ihres Kindes und in enger Absprache mit Ihnen. Erst wenn Ihr Kind eine feste Bindung zu seiner Bezugserzieherin aufgebaut hat und sich trösten lässt, gilt die Eingewöhnung als abgeschlossen.
Bitte planen Sie für die Eingewöhnung zwei bis vier Wochen ein und halten Sie sich in dieser Zeit zeitlich flexibel. Jedes Kind ist anders — wir nehmen uns die Zeit, die es braucht.
Sprachförderung
Sprache entsteht im Alltag — beim Vorlesen, Singen, beim gemeinsamen Essen und im freien Spiel. Unsere zusätzliche Sprachfachkraft begleitet Kinder, die Deutsch als zweite Sprache lernen oder beim Sprechen Unterstützung brauchen, spielerisch und ganz nebenbei.
Die Förderung ist fest in unseren Kita-Alltag eingebettet und findet nicht in gesonderten Stunden statt, sondern dort, wo Sprache lebendig wird. Für Familien entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten.
Situationsorientiert & offen arbeiten
Wir arbeiten situationsorientiert: Wir greifen auf, was die Kinder gerade bewegt — die Jahreszeit, ein neues Geschwisterchen, eine Baustelle vor der Tür — und machen daraus gemeinsame Projekte. So lernen Kinder nicht nach starrem Plan, sondern an dem, was für sie im Moment Bedeutung hat.
In der offenen Nachmittagsarbeit wählen die Kinder ihren Funktionsraum selbst: Im Atelier wird gemalt und gematscht, im Bauraum entstehen Türme und Kugelbahnen, in der Bücherei wird vorgelesen und gekuschelt. Erzieherinnen sind dabei aufmerksame Begleiterinnen, die beobachten, Impulse geben und Kinder in ihrem eigenen Tempo bestärken.
Partizipation & Kinderbeschwerden
Kinder haben bei uns eine Stimme. Im Morgenkreis und in der Kinderkonferenz entscheiden sie mit — über Projektthemen, die Gestaltung der Räume oder die Regeln in der Gruppe. Schon die Kleinsten dürfen wählen, ob sie nach drinnen oder draußen möchten und wer ihnen beim Wickeln hilft.
Auch Beschwerden nehmen wir ernst. Kinder dürfen „Stopp“ sagen, und jede Fachkraft ist verpflichtet, hinzuhören und gemeinsam mit dem Kind nach einer Lösung zu suchen. Ein niedrig gehängter „Meckerkasten“ mit Symbolkarten hilft auch den Kindern, die sich noch nicht in Worten mitteilen können. So erleben Kinder früh, dass ihre Meinung zählt.
Zusammenarbeit mit den Eltern
Eltern und Kita ziehen an einem Strang. Beim Aufnahmegespräch lernen wir Ihr Kind und seine Gewohnheiten kennen, in Tür-und-Angel-Gesprächen beim Bringen und Abholen bleiben wir täglich im Austausch. Einmal im Jahr laden wir Sie zu einem ausführlichen Entwicklungsgespräch ein, in dem wir gemeinsam auf die Fortschritte Ihres Kindes schauen — auf Wunsch auch häufiger.
Grundlage dieser Gespräche ist die Bildungsdokumentation: In einem Portfolio-Ordner sammeln wir Fotos, gemalte Bilder und kleine Lerngeschichten Ihres Kindes. Sie zeigen, woran Ihr Kind gerade wächst — und werden zu einer schönen Erinnerung an die Kita-Zeit.